Wie sicher ist Ihr Wohlstand?

Inflation bedeutet, dass Sie weniger für Ihr Geld kaufen können. War ein Liter Benzin vor 5 Jahren im Schnitt ca.1,00 Euro wert, müssen Sie heute für die gleiche Menge Diesel bereits bis zu 1,22 € bezahlen. Das ist Inflation. Sie müssen also immer mehr verdienen, um trotz Geldentwertung Ihren Lebensstandard zumindest auf dem gleichen Niveau zu halten.

Laut Studien des statistischen Bundesamtes wird die Inflation in Deutschland 2010 etwa 1,3 % betragen. Trotzdem hat es für den Einzelnen den Anschein, dass sich die Preise stetig erhöhen und ihn die Inflation stärker betrifft als die offiziellen Zahlen besagen.

Woher kommt diese Diskrepanz zwischen der offiziell gemessenen und der individuell wahrgenommenen Inflation?

Die persönliche Inflation

Den Grund dafür erklärt Prof. Dr. Hans Wolfgang Brachinger von der Universität Freiburg Schweiz mit der Theorie der Inflationswahrnehmung (IWI), die von drei grundlegenden Voraussetzungen ausgeht:

1. Die Wahrnehmung
Erwartet man bei einem Restaurantbesuch, für ein Essen 50 Euro zu zahlen und der Kellner bringt am Ende des Abends eine Rechnung über 40 Euro, wird dies subjektiv als Gewinn empfunden. Steht auf der Rechnung hingegen ein Betrag von 60 Euro, haben wir das Gefühl, Verlust gemacht zu haben.

2. Die Bewertung
Auf einen solchen Verlust reagieren wir empfindlicher und bewerten ihn wesentlich höher als einen Gewinn. Somit bleiben auch Preissteigerungen generell länger im Gedächtnis als Preissenkungen.

3. Der Warenkorb
Der Warenkorb zur Berechnung der Inflation enthält verschiedene Produktkategorien. Je nach Verbraucherverhalten, fällt die persönliche Inflation natürlich unterschiedlich aus.
Je öfter Preissteigerungen den individuellen Konsum betreffen, desto stärker nehmen wir die Inflation wahr. Die Erhöhung des Brötchenpreises beim Bäcker um 10 Cent betrifft uns häufiger als die Preissenkung eines Computers um 100 Euro.

Um den Index der wahrgenommenen Inflation (IWI) zu erhalten und diesen mit dem deutschen Verbraucherpreisindex des statistischen Bundesamtes vergleichbar zu machen, werden Warenkörbe mit denselben 750 Gütern aus 12 Bereichen als Preisbasis verwendet. Hinzu kommt bei der Berechnung jedoch ein Parameter, der anhand der Voraussetzungen der Theorie der Inflationswahrnehmung eine konstante Verlustaversion der Verbraucher ausdrückt.

Dieser Wert und die unterschiedliche Gewichtung der tatsächlich konsumierten Güter führt zu einer höheren Teuerungsrate für den einzelnen Verbraucher als die durchschnittlichen Berechnungen und offiziellen Zahlen besagen. Der Inhalt des persönlichen Warenkorbs ist also entscheidend für die Wahrnehmung von Preissteigungen oder -senkungen.

Die gefühlte Inflation

Basierend auf dieser Theorie liegt die eigentliche Inflationsrate, je nach individuellem Konsumverhalten eher zwischen 6 und 10 %.

Was heißt das für Sie?

Da Inflation Geldentwertung bedeutet, hat sie direkten Einfluss auf Ihr angespartes Vermögen, folglich direkten Einfluss auf Ihren Wohlstand. Denn Inflation führt dazu, dass Ihr Geld Jahr für Jahr an Kaufkraft verliert. So sind 1.000 Euro mit der aktuellen Inflationsrate in zehn Jahren nur noch knapp 880 Euro wert. Nach der gefühlten Inflation bestenfalls knapp 560 Euro. Was heißt das für Ihr erspartes Vermögen oder gar Ihre Altersvorsorge? Wie können Sie Ihr Geld retten?

Um den Verlust des eigenen Sparvermögens zu verhindern und den Status Quo zu halten, muss die Geldanlage eine entsprechende jährliche Rendite erbringen. Mit dem richtigen Konzept aber kann Ihr Geld so intelligent angelegt werden, dass Ihnen auch morgen noch mehr davon bleibt.

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